
L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung
L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung
Episodes

Fremde aufnehmen – oder von der Schwelle weisen. Antworten auf die Migrationsfrage im Mittelalter
Das Mittelalter war wie alle Zeiten der Geschichte von vielfältigen Arten und Reichweiten der Migration geprägt. Gewiss lassen sich aus dem Umgang mit ihnen keine praktischen Lösungen für heutige Konflikte über die Einwanderung aus anderen Ländern und Kulturen ableiten; eine historische Analyse zeigt aber, dass und wie eine andere Einstellung zur Migrationsfrage zu größerer Gelassenh

Wird Nolans „Odyssee“ Homer gerecht, Martin Zimmermann?
L.I.S.A. am Telefon zum Kinofilm „Die Odyssee“ von Christoper Nolan
Der lang erwartete und im Vorfeld schon vielbesprochene Film „Odyssee“ des US-amerikanischen Regisseurs Christopher Nolan ist inzwischen in den deutschen Kinos angekommen. Diskutiert wird unter anderem darüber, wie originalgetreu die Umsetzung des Homerschen Epos ist, ob die Besetzung der Protagonisten gelungen ist, wie stimmg Rü

Vom Historikertag zum Tag der Geschichtswissenschaft
„Dynamiken der Macht“ war das Motto des 55. Historikertags, der vom 16. bis 19. September 2025 in Bonn stattfand. Am Rande des Kongresses traf die Mitgliederversammlung des ausrichtenden Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD) dabei eine wegweisende Entscheidung: Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen heißt ab der kommenden Auflage „Tag der Geschichtswi

Friedlos. Die Deutschen zwischen Kriegsgewalt und Friedenssuche
Friedlos – so erscheint heute vielen die politische Weltlage. In seinem jüngst erschienenen Buch beleuchtet Prof. Dr. Eckart Conze (Universität Marburg) im Scheinwerferlicht der Zeitenwende sowohl aus einer deutsch-historischen Perspektive als auch in einem internationalen Rahmen das komplexe Wechselverhältnis zwischen Kriegsgewalt und Friedenssuche. Mit einem Verweis auf eine jahrhunderte

Frauen in den Schaltzentralen
Thomasius Club mit Larissa Schüller am 22. April 2026: Das Telefon kam wie ein Paukenschlag in die Welt. Ab 1900 eröffnete es völlig neue Möglichkeiten, über weite Distanzen hinweg miteinander zu sprechen und Informationen auszutauschen. Doch die Verbindungen zwischen Menschen und den national organisierten Telefonnetzen wurden noch von Hand hergestellt – meist von jungen Frauen. Als Te

Die Weimarer Republik und die erste Krise der Globalisierung
Eine Demokratie, die nach einer tödlichen Pandemie mit vielfältigen Krisenphänomenen konfrontiert ist und ihren Platz in einer von massiven globalen Umbrüchen gekennzeichneten Welt sucht — diese Beschreibung der Weimarer Republik klingt aus heutiger Sicht recht vertraut. Der Vortrag diskutiert die Auseinandersetzung der Weimarer Republik mit der ersten Krise der Globalisierung nach dem Ersten Welt

Über Bilder sprechen
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ueber_bilder_sprechen?nav_id=13229

Neid und Wettstreit – Künstler zwischen Konflikt und Kollaboration
Warum stellten die Künstler aus Renaissance und Barock sich so oft als Zielscheibe des Neides dar? In ihrem Buch „Neid“ hinterfragt die Kunsthistorikerin Dr. Jana Graul (Universität Hamburg) die geläufige Idee, sie seien dem Laster besonders verfallen gewesen und legt die rhetorischen Strategien ihrer Neidklagen offen. Im Gespräch mit Kunsthistoriker Prof. Dr. Wolf-Dietrich Löhr (Uni

Faszination Sport. Von der Antike bis zur Fußball-WM
Sportereignisse schaffen immer wieder gemeinschaftsstiftende Erlebnisse und Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig ist der Sport kein Allheilmittel: Bisweilen macht er bestehende Bruchlinien und gesellschaftliche Spaltungen besonders sichtbar, immer wieder wird er politisch instrumentalisiert. Worin besteht also die Faszination des Sports? Wie alt ist sie und wie gelingt

Wie schätzen Sie die Kanzlerporträts als Kunsthistoriker ein, Andreas Beyer?
Ende Juni ist im Berliner Bode Museum ein schon länger und mit Spannung erwartetes Gemälde enthüllt und vorgestellt worden: das Porträt der früheren Kanzlerin Angela Merkel als die jüngste Ergänzung in der Reihe der bisher sieben Kanzlerporträts im Kanzleramt. Gemalt hat es der deutsch-französische Künstler Jérémie Queyras. Wir wollten vom Kunsthistoriker Prof. Dr. Andreas Beyer wissen, wie er nic

Henry Kissinger. Ordnungsmacht und Deutungshoheit
Henry Kissinger – einflussreicher Staatsmann und polarisierende Figur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von diesem „Scheinriesen“ der amerikanischen Außenpolitik während des Kalten Krieges handelt der von Arvid Schors (Universität zu Köln) herausgegebende Sammelband „Henry Kissinger. Ordnungsmacht und Deutungshoheit“. Aus diesem Anlass fand am 17.6.2026 an der Universität zu Köln eine Disku

Geschichte Schreiben
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/geschichte_schreiben?nav_id=13228

Wie präsentieren sich die Repräsentanten? Neue Formen der politischen Ansprache und Fürsprache
Die demokratische Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Wandels der Orte und Medien des Sozialen. Begegnungen und Kooperationen, aber auch Auseinandersetzungen und Konflikte finden immer häufiger in neuen technisch-medialen Kontexten statt. Dabei verändern sich auch die traditionellen Formen politischer Repräsentation. Politikerinnen und Politiker nutzen ne

Polens Wirtschaftswunder. Wie wurde aus dem Sorgenkind ein Erfolgsland?
Vortrag von Dr. hab. Sebastian Płóciennik (Warschau) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“
Polen hat in nur einer Generation einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufstieg vollzogen. Aus einem der ärmsten Länder Europas wurde eine dynamische Wachstumsökonomie, die heute zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt zählt und deren Markt für deutsche Exporte inzwischen wichtig

Schöner Wohnen im antiken Rom
Archäologie trifft Literatur – Folge 5: Wohlfühlfaktor oder reine Notwendigkeit? Häuser dienen als persönlicher Rückzugs- und Repräsentationsort. Ihre Ausstattung offenbart Zeitgeschmack, spiegelt aber auch soziale Gegebenheiten wider. Römische Wandmalereien und Bodenmosaike zeigen Wohlstand an und dienen repräsentativen Zwecken. Neben die Funktion trat früh schon ein ästhetischer Anspruch. Schöne

Familie und Revolution: Wie 1848 nach Amerika kam
Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 suchten tausende Revolutionäre in den USA eine neue Zukunft. Auf der Flucht mussten sie nicht nur ihre Heimat, sondern oft auch Besitz, Freunde und Verwandte zurücklassen. Welche Rolle spielte die Familie bei diesem transatlantischen Neuanfang? Und wie prägten Ehefrauen und Kinder die Erinnerung an die Revolution und ihre Ideale? Diesen Fragen geht die

Happy Birthday? In welcher Verfassung sind die USA?
250 Jahre alt und in der schwersten Krise ihrer Geschichte: Die USA gelten als Mutterland der modernen Demokratie – doch seit Donald Trump zentrale Verfassungsbestimmungen missachtet, stehen ihre Grundprinzipien auf dem Spiel. Was 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung der 13 nordamerikanischen Kolonien als Versprechen einer besseren Welt begann und zum – nicht unumstrittenen – Maßstab für Demokrat

Das Ballspiel der Maya
Mexiko, das zusammen mit Kanada und den USA die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ausrichtet, hat eine lange Ballspieltradition, die weit über die Zeit der spanischen Eroberung hinausreicht. Tatsächlich war das Ballspiel eines der wesentlichen verbindenden Elemente aller mesoamerikanischen Kulturen. Die Maya waren geradezu ballspielverrückt: Im Maya-Kerngebiet haben Archäologen mehr als 3.0

Lebendig oder museal? Die deutsche Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert
Zu Gast bei L.I.S.A. mit Per Leo und Janosch Steuwer. Die Kontroversen, die sich an der Erinnerungskultur in Deutschland entzünden, reißen nicht ab. Der „Historikerstreit 2.0“, die Debatte um die Gedenkstättenkonzeption des Bundes oder Protestaktionen wie zuletzt „Kufiyas in Buchenwald“ sind nur einige Beispiele. Mit den Historikern Dr. Janosch Steuwer (Köln) und Dr. Per Leo (Berlin) bl

Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden
Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“
Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethnonationalismus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesellschaften, was beeinflusst den Wertewandel, wie hän

Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)
Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meistertiteln der Vereinsgeschichte. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten ausländischen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolgreichste Torschütze des

Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht
Buchvorstellung mit Olivier Mannoni | Bibliothek für Zeitgeschichte
Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Z

Das Ende der alten politischen Lager
Zu Gast bei L.I.S.A. mit Philip Manow. Wieso machen immer mehr Deutsche ihr Kreuz bei der AfD? Warum wählen viele Menschen eine Partei, die – zumindest auf den ersten Blick – gegen ihre eigenen Interessen handelt? Diese Fragen treiben derzeit große Teile der politischen Öffentlichkeit um. Nicht selten wird zur Erklärung auf psychologische Deutungen zurückgegriffen: „falsches Bewusstsein“ lautet da

Ressourcenkonflikte lösen!
Salon Sophie Charlotte. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der damit verbundenen Ressourcenknappheit können und werden Konflikte und Spannungen entstehen. Lokal wie global werden wir mit drängenden Fragen, etwa nach der Ernährungsgerechtigkeit und der nachhaltigen Nutzung unserer Ressourcen, konfrontiert sein. Welche Konfliktlösungsstrategien sind erforderlich, um diesen Fragen

1. FC Nürnberg – Fußballvereine im Nationalsozialismus (2)
Anfang der 1930er Jahre ist der 1. FC Nürnberg einer der erfolgreichsten Fußballvereine Deutschlands und steht für schichtenübergreifende Fußballbegeisterung und Sportsgeist. Doch ausgerechnet der angesehene Trainer des „Clubs“, Jenő Konrád, wird 1932 zum Opfer einer antisemitischen Kampagne der lokalen Nationalsozialisten. Nicht einmal ein Jahr später wird der Verein den Ausschluss

München – Zentrum historischer Forschung
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/muenchen_zentrum_geschichtswissenschaft_podiumsdiskussion

Abgefahren – Reisen zum Vergnügen
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/abgefahren_reisen_zum_vergnuegen?nav_id=13132

The Decline of the Humanities?
A Conversation with Mary Beard (Munich History Lecture, 19th January 2026)
For this term's Munich History Lecture, world-renowned classicist Mary Beard sits down with LMU professor John Weisweiler to test the case for and against a supposed decline of the humanities. What do the humanities contribute to a vibrant democracy in an era of funding pressure and growing distrust of universities?
Den O

Eltern – Kinder – Bildung. Wie Herkunft und Familie Chancen prägen
Bildung ist in Deutschland immer noch eine Frage der sozialen Herkunft. Warum eigentlich? Und lässt sich daran etwas ändern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Sandra Buchholz (Hannover). Es wird gezeigt, wie ungleich die Bildungschancen in Deutschland nach wie vor verteilt sind. Ein Beispiel: Haben die Eltern studiert, nehmen 78 von 100 Kindern im Laufe ihres Lebens sel

Borussia Dortmund – Fußballvereine im Nationalsozialismus (1)
Borussia Dortmund ist heute einer der größten Fußballvereine Deutschlands. Bis in die 1930er Jahre spielte der BVB jedoch unterklassig, erst 1936 gelang der Sprung in die erstklassige Gauliga. Prägende Figur dieser Zeit war der Nationalstürmer August Lenz. Ein Jahr nach dem Aufstieg wurde der „blonde August“ Mitglied der NSDAP. Und er war nicht der einzige „Braune“ bei den Schwarz-Gelben: Auch and

Jerusalem, Princeton, Berlin – Wege der Judaistik
Dr. Barbara Schäfer-Siems und Prof. Dr. Peter Schäfer haben ihr wissenschaftliches Leben der Judaistik gewidmet. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ blickt das Wissenschaftlerpaar auf die gemeinsamen Stationen: die Studienjahre im Israel der 1960er Jahre, die Professuren Peter Schäfers in Berlin und Princeton und schließlich seine Zeit als Direktor des Jüdischen Museums in Berl

Ist die Formel vom „Weniger, älter, bunter“ zu revidieren? Neue und alte Facetten des demographischen Wandels in ländlichen Räumen
Vortrag von Annett Steinführer in der Reihe "Im Umbruch!": Es ist stiller geworden um das Thema des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Die noch vor wenigen Jahren verbreiteten Untergangszenarien und Forderungen nach der „Schließung“ von Dörfern wurden von anderen Aufmerksamkeitskonjunkturen verdrängt. Doch schreiten die Veränderungen der Zahl und der Zusammensetzung der Bevölk

Geht mit Habermas und Kluge die „Ära Adorno“ zu Ende, Jörg Später?
Mit Jürgen Habermas und Alexander Kluge sind zwei der prägendsten Intellektuellen der Bundesrepublik innerhalb weniger Tage verstorben. Beide galten als Erben Theodor Adornos – und standen doch für sehr unterschiedliche Wege kritischer Theorie: hier der Systemdenker, dort der Filmemacher. Im Gespräch mit dem Historiker Jörg Später fragen wir, wie Habermas und Kluge die Nachkriegsgeschichte geprägt

Demokratiegefährdung in Ost- und Westdeutschland. Eine nach wie vor geteilte Geschichte?
Die vierte Veranstaltung der „Montagsdebatte im Wintersemester 2025/26“ widmet sich der Frage, ob West- und Ostdeutschland auseinanderdriften. Rechte Proteste und AfD-Erfolge, Verständnis für Putin und der Aufstieg des „BSW“ in Ostdeutschland werfen die Frage auf, ob „der Osten“ langfristig „anders bleibt“ oder sich hier eher gesamtdeutsche Trends abzeichnen. Welche Rolle spielen dabei bisheri

Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes
Stefanie Schüler-Springorum stellt erstmals die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus Sicht der Menschen dar, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Damit erzählt sie eine bislang weitgehend ausgeblendete Geschichte. Sie schildert die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten Nachkrie

Lea Grundig – Künstlerin in Exil und Widerstand
Thomasius Club mit Jeanette van Laak am 4. Februar 2026
In ihrer reich bebilderten Biografie „Das Exil im Gepäck“ spürt Jeannette van Laak den Lebenswegen der Künstlerin Lea Grundigs nach. Das Buch erzählt von Grundigs Vertreibung aus Deutschland sowie ihrem Leben in Palästina und in der frühen DDR, es berichtet von Aufbrüchen und von Ankünften, von Verlusten wie auch Zugewinnen der Migration. En

Zeitgeschichte heute
Zu Gast bei L.I.S.A. mit Isabel Heinemann.
Was bedeutet Zeitgeschichte – traditionell verstanden als „Epoche der Mitlebenden“, wie Hans Rothfels sie prägte – in einer Zeit, in der die Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust zunehmend verschwinden? Wie verändern sich Themen, Methoden und Quellen der Zeitgeschichte unter diesen Bedingungen – und wie behauptet sie ihren wissenschaf

Hochqualifiziert und äußerst skeptisch? Wie qualifizierte Zuwanderer Deutschland erleben
Die Zuwanderung von Hochqualifizierten wird ökonomisch und kulturell als wenig bedrohlich betrachtet. Aber was zeichnet das besondere Verhältnis von hochqualifizierten Einwanderern zum Zielland aus? Sind hier Muster erkennbar, etwa im Bereich der tatsächlichen und wahrgenommenen Akzeptanz oder der emotionalen Bindung an das Zielland? Und gilt dies für alle Herkunftsgruppen gleichermaßen? Diese Fra

Was heißt es, heute in Syriens Archiven zu forschen, Thora Pindus?
L.I.S.A. am Telefon über eine Archivreise nach Syrien: Thora Pindus (Philipps-Universität Marburg) forscht in ihrem Promotionsvorhaben zur Entstehung des syrischen Sicherheitsapparats zwischen 1945 und 1990 und der Rolle, die Exil-Nazis dabei spielten. Für Archivrecherchen war sie Anfang 2026 für mehrere Wochen in Syrien. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen: Wie sie im Land gereist

Wirtschaftskrisen als Herausforderung der Demokratie?
Eine Diskussion mit Werner Plumpe, Nicola Fuchs-Schündeln und Moritz Schularick. Moderation: Alexander Nützenadel
Der Blick in die Geschichte zeigt, dass wirtschaftliche Krisen und Unsicherheit an den Börsen allein nicht zwingend in Diktaturen münden. Im Gegenteil, wirtschaftliche Auf- und Abwärtsbewegungen gehören zur freien Marktwirtschaft, dem Wirtschaftssystem der meisten Demokra

Lesen für die Demokratie
Hat Literatur einen politischen Sinn – und wenn ja, welchen? Ist beispielsweise das, was wir tun, wenn wir lesen oder über unsere Lektüre diskutieren, eine politische Tätigkeit? Wie ließe sich das definieren? Die Literaturwissenschaftlerin Laura Bieger vertritt in ihrem neuen Buch die These, dass Literatur politisch ist, wenn und weil sie dazu beiträgt, die Form unserer gemeinsamen Welt zu verhand

Demografie macht Politik. Repräsentation, Populismus, Perspektiven
Vortrag von Prof. Dr. Marc Debus (Mannheim) in der Reihe "Im Umbruch!"
Die bundesdeutsche Gesellschaft hat sich durch die Zuwanderung in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Beinahe 30% der in Deutschland lebenden Menschen haben einen sogenannten Migrationshintergrund. In diesem Bevölkerungsanteil verbirgt sich jedoch eine große Heterogenität, die wiederum mit unterschiedlichen Intere

Architektur im Anthropozän
Thomasius Club mit Friedrich von Borries am 3.12.2025. Wir leben im Anthropozän. Die Menschheit hat der Erde ihren Stempel aufgedrückt: Es gibt mehr künstlich hergestellte als natürlich gewachsene Masse. Damit stellt sich auch die Frage nach der Verantwortung von Architektur: Sie soll die Welt bewohnbar machen, trägt aber durch immensen Ressourcenverbrauch und hohe CO2-Emissionen zur Zerstörung un

Adoption und Identität
Mit dem Zeithistoriker Dr. Carlos Alberto Haas, seit 2025 Geschäftsführer des Historischen Kollegs in München, blicken wir auf die eigene Biografie: Carlos Alberto Haas wurde 1985 in Guatemala geboren, doch bereits im Alter von drei Monaten an Adoptiveltern nach Deutschland vermittelt. In der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ erzählt er, was ihm seine guatemaltekische Herkunft heute

Keine Zeit mehr für die Arbeit? Arbeitszeitoptionen als Chance und Herausforderung für Beschäftigte und Betriebe
Ein Vortrag von Prof. Dr. Ute Klammer (Duisburg-Essen) in der Reihe "Im Umbruch!".
Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels haben arbeitnehmerbezogene Zeitrechte und Wahloptionen zwischen Zeit und Geld in den vergangenen Jahren eine zunehmende Bedeutung in der Arbeitswelt bekommen. Elternzeit, Pflegezeit, (Brücken-)Teilzeit, Sabbaticals, die tarifvertragliche Möglichkeiten, zwischen mehr

Radikalität, Terrorismus und Erlösungshoffnungen in Zeitgeschichte und Gegenwart
Die „Montagsdebatte“ widmet sich der Frage, ob die zunehmende Radikalisierung, die wir derzeit erleben, auch auf religiösen und weltlichen Erlösungshoffnungen beruht. Im Anschluss an einen einführenden Impulsvortrag der niederländischen Zeithistorikerin Beatrice de Graaf von der Universität Utrecht folgt ein Gespräch mit Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Instituts für Zeithistorische Forschung Pot

Räume der Medizin in der DDR-Literatur
Gab es einen besonderen Umgang mit Medizin, Kranken und Krankheit in der DDR? Matthias Aumüller fragt in seiner Monografie Medikaler Raum in der erzählenden Literatur der DDR nach der Erzählung von Räumen der Medizin – etwa der Klinik, der Arztpraxis – in literarischen Werken u. a. von Christa Wolf, Klaus Schlesinger, Werner Heiduczek und Stefan Heym. Er untersucht die Bedeutung von Schauplätzen u

Der Geschichtsphilosophie entkommt man nicht
Modernisierung, Rationalisierung, Differenzierung, Individualisierung, Säkularisierung, Globalisierung: Die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts wird gerne entlang umfassender Prozessbegriffe erzählt, mit deren Hilfe mal mehr, mal weniger weitreichende Zeitdiagnosen formuliert werden. Diese „Meistererzählungen“ jedoch bringen ein erhebliches geschichtsphilosophisches Gepäck mit sich, das, so di

Mehr Antike wagen! Warum Europa ein historisches Gedächtnis braucht
Vielleicht haben die heutigen Probleme Europas ihren Ursprung weniger in der aktuellen Politik, als im fehlenden historischen Gedächtnis der europäischen Gesellschaften, meint der Althistoriker Prof. Dr. Michael Sommer (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg). In seiner Keynote vor jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Italien, Polen, Deutschland und Frankreich plädiert

Öffentliche Reden im Zeitalter generativer KI
Was die in Chatbots wie ChatGPT verbauten Large Language Models leisten können, bleibt umstritten. Während die einen bereits das Zeitalter der „Textpokalypse“ und der Verdummung gekommen sehen, hoffen andere, in generativer KI ein mächtiges Instrument für Bildung und Demokratisierung zu finden. Diesseits von Hype, Hoffnung und Horror beeinflussen ChatGPT und Co. aber schon heute, wie Menschen rech

Adlige Athleten: Leibesübungen im Frühmittelalter
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/koerper_und_herrschaft_anne_greule

Der Weg des Genozids ins Völkerrecht
Mit der am 9. Dezember 1948 verabschiedeten „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ fand der Begriff des Genozids Eingang in das Völkerrecht. Maßgeblich geprägt wurde er von dem polnisch-jüdischen Juristen Raphael Lemkin, der ihn vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Kriegsverbrechen in Osteuropa entwickelte. Ausgehend von den Nürnberger Prozessen zeichnet Dr. Alexand

„Wolle die Wandlung“. Rainer Maria Rilkes „Sonette an Orpheus“ aus dem Archiv
Immer wollte Rilke sich wandeln, die Metamorphose war sein Lebensthema, er gestaltete sie in seiner Literatur. Zurückgezogen im abgelegenen Chateau de Muzot schrieb er im Februar und März 1922 den größten Teil der „Sonette an Orpheus“. Die insgesamt 55 Sonette, in denen Rilke den Orpheus-Mythos aufgreift, verwandelt und neu deutet, prägen mit ihrer Poetik das Spätwerk des Dichters. Ausgehend von R

Die Histothek | Das aschkenasische Judentum
Aschkenas: So nannten die seit dem Mittelalter in Europa ansässigen Juden ihr Siedlungsgebiet vor allem in Deutschland. Peter Schäfer bietet mit diesem Buch erstmals einen auf archäologischen und schriftlichen Quellen basierenden Überblick über Herkunft und Blüte des aschkenasischen Judentums und seinen erzwungenen Weg nach Osteuropa. Seine glänzende Darstellung umfasst mehr als 2000 Jahre jüdisch

Die Gnosis. Wie kommt das Böse in die Welt?
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_markschies_gnosis

Gerahmte Gewalt. Fotoalben von Deutschen im „Osteinsatz“ und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_fotoalben_zweiter_weltkrieg_matthaeus

Nationalsozialistisches Völkerrecht im Kontext
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/koelner_vortraege_vec_nationalsozialistisches_voelkerrecht

Im Rausch der Kunst: die Bentvueghels zwischen Trunksucht und Inspiration
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/podcast_zwischen_pinsel_und_pranger_bentvueghels

«Er hatt in vx wochen nich bey mir geleygen, Nu schelt er mich umer». Sexualität als Druckmittel im sächsischen Hochadel
In der Frühen Neuzeit hing von dem Körper der Fürstin der Fortbestand einer Dynastie ab. Er war eine öffentliche Angelegenheit, die der Hof, aber auch andere Territorialherren genau registrierten. Die Körperlichkeit und Sexualität der Fürstin konnte, wenn sie denn „erfolgreich“ war, ein nicht zu unterschätzendes Kapital darstellen, bot aber auch enorme Angriffsfläche, vor allem wenn die fürstliche

Metropolen im Wettbewerb
Wie der Stadtraum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem zunehmend umkämpften Raum wurde und welche Rolle dabei internationale städtebauliche Wettbewerbe spielten, darüber reden wir mit Cosima Götz. Denn Wettbewerbe erlebten zwischen den 1890er und den 1930er Jahren eine beispiellose Hochphase. Man versprach sich von diesen ihnen nichts Geringeres als einen »Generalplan« – für die A

Nazis wider Willen?
Wie standen die Deutschen wirklich zum NS-Regime und zu Hitlers Herrschaft? Dieser Frage geht der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich in seinem neuen Buch „Unwillige Volksgenossen“ nach. Dafür hat er mehrere tausend Seiten offizieller Stimmungsberichte von Gestapo, SD und weiteren Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates ausgewertet. Welche Eindrücke diese Quellen vermitteln und welche S

„Was also ist die Zeit?“ Rechtszeiten in Europa 1450–1750
Wandlungen von Zeitdeutungen beeinflussen den Wandel von Recht und Rechtswissen. Die Entwicklungsdynamiken dieser Verflechtungen in der europäischen Rechtskultur 1450–1750 sind Gegenstand des Vorhabens. Der Rechtshistoriker Prof. Dr. Andreas Thier (Universität Zürich) beleuchtet in seinem Vortrag die Entstehung von rechtlich verbindlichen Zeitregimen, die Bedeutung von Vergangenheiten und Ursprüng

„Gewiß, ich bin sehr happy: Doch glücklich bin ich nicht.“ Mascha Kaléko zwischen Ländern, Sprachen und Künsten
Die Lyrikerin Mascha Kaléko war ein Star im Berlin der frühen 30er Jahre - bis ihre Bücher als „Asphaltliteratur“ von den Nazis verboten und sie als Jüdin verfolgt wurde. Es war nicht ihre erste Flucht, die Kaléko 1938 in die USA antrat; ihr ganzes Leben war von Sprach- und Kulturwechseln geprägt - und von Literatur und Musik. Über das Zusammenspiel von diesen Künsten in Kalékos Leben, über die mu

Schlussdiskussion
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/passage1945_schlussdiskussion

Die Zustimmung der Deutschen im NS-Staat
Wie standen die Deutschen zum nationalsozialistischen Regime? Und wie lässt sich das überhaupt ermitteln? Diese Frage beschäftigt die Geschichtswissenschaft schon seit langem. Mit seinem Buch „Unwillige Volksgenossen“ hat der Historiker Prof. Dr. Peter Longerich nun einen neuen Versuch zur Klärung vorgelegt, wobei er sich insbesondere auf die offiziellen Lage- und Stimmungsberichte st

The Difficulty of Dealing with Loss. The Demolition of the Center of Johanngeorgenstadt in the 1950s
After 1945, the Soviet-German Wismut company began large-scale uranium mining in the Ore Mountains. The small town of Johanngeorgenstadt was among the most important mining areas. As a result of the intensive mining operations, the old town—under which numerous tunnels lay—had to be demolished, in some cases against the resistance of the local population. In his lecture, Manuel Schramm describes t

„Großes Volksrednertum“? Die Reden von Theodor Heuss
Der erste Bundespräsident galt zu seiner Zeit als eindrucksvoller Redner. Insgesamt hielt Theodor Heuss über 2.300 Reden, allein fast 700 als Staatsoberhaupt. Damit war er stilbildend für dieses Amt. Doch anders als seine Nachfolger entwarf er seine Vorträge selbst und sprach meist frei. Mit seiner direkten Ansprache vermittelte er seinen Zuhörern das Gefühl eines persönlichen Gesprächs und wollte

Körper von Bedeutung
Welche Rolle spielt der Körper in der Politik? Moderne Rechtsstaatlichkeit beruht grundsätzlich auf der Fiktion völliger Unpersönlichkeit bei der Ausübung von Staatsgewalt. Die Vorstellung von körper-, geschlechts- und emotionslosen Amtsträgern stößt jedoch auch an Grenzen. Nicht erst die forcierte Inszenierung von Körperlichkeit bei Donald Trump oder Wladimir Putin erinnert daran, dass

Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte, 1989–2023
Spätestens seit den 1980er Jahren erregt kaum etwas die Öffentlichkeit so sehr wie die Frage, wie viele und welche Menschen, „die wir nicht gerufen haben“, Deutschland aufnehmen sollte. Klaus Neumann beschäftigt sich mit Antworten auf diese Frage: von Forderungen nach der Änderung von Artikel 16 des Grundgesetzes in den frühen 1990er Jahren über die sogenannte Willkommenskultur 2015 bis zur

Funkelndes Geschmeide – Zauber der Anziehung
Archäologie trifft Literatur - Folge 4: Warum schmückt sich der Mensch? Und womit? Aus dem frühen Mittelalter tritt uns das Schmuckbedürfnis vor allem an Grabfunden deutlich entgegen. Kostbare Fibeln oder Gürtelgarnituren bezaubern uns auch heute. Poetische Texte zeugen von Anziehungskraft und Glanz des Goldes und der Juwelen.
In der Reihe „Archäologie trifft Literatur“ stellen der Archäologe Dr.

Globale Praktiken, lokale Materialitäten: (Post)koloniale Perspektiven auf die materielle Kultur von Rosenkränzen
Kleine, tragbare Objekte des christlichen Glaubens waren für die Mobilisierung und weltweite Formierung des frühneuzeitlichen Katholizismus sprichwörtlich unabdingbar. Gebetsperlen, Kreuze, Medaillen, Reliquien und Reliquiare, Amulette, Andachtsbilder und figürliche Darstellungen begleiteten europäische Seefahrer, Missionare, Kaufleute, Siedler und Siedlerinnen in die Neue Welt. Es war vor allem

Heidegger liest und wird gelesen
Martin Heidegger las meist mit dem Stift in der Hand. Glücklicherweise! Erlaubt uns dies doch, seine Denkarbeit anhand von Spuren in Texten anderer nachzuvollziehen. Als der Philosoph 1970 seine Papiere – auf eine Empfehlung von Hannah Arendt – dem Deutschen Literaturarchiv übergab, blieb der größte Teil seiner Handbibliothek in Freiburg, weil sie für die Erarbeitung der Gesamtausgabe seiner Werke

Im Übergang. Selbstvergewisserungsprozesse am langen Kriegsende
Im Mikrokosmos der Potsdamer Konferenz werden die geopolitischen Weichenstellungen mit ihren Spannungen und Bruchlinien deutlich, die in der Nachkriegszeit die internationale Ordnung prägten: vom Kalten Krieg bis hin zur Dekolonisation. Prof. Dr. Kim C. Priemel (Oslo) beleuchtet in seinem Abendvortrag die verschiedenen Aufarbeitungsprozesse am Ende bzw. nach dem Ende des Krieges und demonstriert u

Amerikas Evangelikale
Evangelikale Reformbewegungen – ja, religiöse Bewegungen insgesamt – scheinen in den Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Vormarsch zu sein: Sie betreiben TV-Sender und Universitäten, organisieren Massenveranstaltungen und nehmen Einfluss auf Präsidentschaftswahlen. Manche Beobachter sehen die USA bereits auf dem Weg in eine Theokratie. Das steht nur scheinbar im Widerspruch zu den Vorst

Klartext im Parlament?! Zur Verständlichkeit von Bundes- und Landtagsreden
Verständliche Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation. Fehlt sie, drohen nicht nur Missverständnisse oder fehlendes Verständnis. Eine Kommunikation, die an den sprachlichen Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Rezipienten vorbei geht, kann zusätzlich u. a. als unhöflich, unattraktiv oder sogar als böswillig irreführend empfunden werden. Die Politik bringt hierbei

Ökonomie für eine gerechte Gesellschaft
Unter Donald Trump und Elon Musk greift ein Kult der Freiheit um sich. Doch die Wahl- und Meinungsfreiheit, die unter anderen J.D. Vance beansprucht, geht auch auf Kosten der Freiheit anderer. So Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und einer der schärfsten Kritiker Donald Trumps, der in seinem neuen Buch zeigt, wer die Opfer der neuen Meritokratie sind und wie der Abbau von Bürokratie sowie unreguli

Ⲥⲟⲩⲁⲛ – أسوان – Assuan: Eine Stadt in Südägypten am Übergang von einer christlichen zu einer islamischen Gesellschaft
Ägypten wurde im Zuge der arabischen Expansion Mitte des 7. Jahrhunderts erobert und in das erstarkende islamische Reich eingegliedert. Die Islamisierung der Gesellschaft trug im Wesentlichen zur Stabilisierung und Verstetigung der eroberten Gebiete bei. Am Beispiel der Stadt Assuan (Südägypten) analysiert die Ägyptologin Dr. Stefanie Schmidt, wechselseitige Prozesse der Identitätsbild

Hat die Bundeszentrale für politische Bildung ein Legitimationsproblem, Tim Schanetzky?
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde 1952 gegründet. Sie hat die Aufgabe, das demokratische Bewusstsein in Deutschland zu fördern und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Schon seit den Anfangstagen haben dieser Auftrag und die Arbeit der bpb aber immer wieder Kritik hervorgerufen. Auch in jüngster Zeit ereilt die bpb bisweilen der Vorwurf, nicht unabhängig

Deutschland und Nordamerika im langen 18. Jahrhundert. Eine verflochtene Geschichte
Der pfälzische Bäcker Conrad Beissel wanderte nach Amerika aus, um die mystische Vereinigung mit Gott zu suchen. Der sächsische Jurist Christian Gottlieb Priber hingegen ging in die Neue Welt, um das Paradies auf Erden zu errichten; und der bergische Kaufmann Peter Hasenclever wollte dort eine geniale unternehmerische Idee verwirklichen. Von ihren Lebensgeschichten ausgehend erschließt der Vortra

Gräber – Spiegel des Lebens?
Archäologie trifft Literatur (Folge 3):
Grabfunde zählen zu den wichtigsten Quellen der Archäologie. Doch was erzählen sie uns über das Leben in längst vergangenen Epochen? Sind sie das Abbild der Wirklichkeit, das Resultat religiöser Vorstellungen und Regeln, eine unergründliche Inszenierung? Anhand des Grabes von Hochdorf, einem der bedeutendsten keltischen Funde Europas, gehen wir diesen Frag











